Sie scrollen sich durch Filterblasen,
dreschen Meinungen wie leere Phrasen.
Ein Like als Applaus, doch ohne Verstehen,
nur ein digitaler Lärm, ein flüchtiges Wehen.
Die Straßen vibrieren von gehetzten Schritten,
die Welt dreht hohl – ein tiefer Schnitt in
das Gefüge aus Herz, aus Sinn und aus Mut,
es geht immer nur weiter, doch nichts davon ist gut.
Die Jugend träumt in Pixeln, sie hungert nach Licht,
fängt Follower ein, doch verliert das Gesicht.
Sucht die Nähe, die bleibt, die Reibung, die brennt,
statt nur das Echo zu lieben, das den eigenen Namen nennt.
Die Alten klagen – zu Recht? Vielleicht.
Weil Substanz dem grellen Schein der Fassade weicht.
In der Leere zwischen Status-Update und Ego-Trip
wird das „Ich zuerst“ zum sinkenden Schiff.
Doch da – ein Riss im Beton, ein Aufbruch, zaghaft laut:
Menschen, die das Visier öffnen, weil sich einer wieder traut!
Die Fragen stellen, die brennen, die den Konsum-Kram entlarven,
und ihre Sinne gegen die Gleichgültigkeit schärfen.
Sie bauen aus rohen Gedanken massive Brücken,
weigern sich, vor dem Sturm auch nur ein Stück zu rücken,
Sie kündigen dem Ego den Dienst, dem hohlen Schein
und treten die Tür für die echte Zukunft ein.




